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Auf der FCI der Landesgruppe Waterkant wurde ich im Jahre 2007 mit meinem Rüden "Arco vom Haus Lohre" disqualifiziert, weil er außerhalb des Vorführplatzes ein Stachelhalsband trug. 

Ich veröffentliche an dieser Stelle den kompletten Schriftverkehr zwischen dem SV (und seinen Verantwortlichen) und mir zum Thema "Disqualifikation wegen Tragen eines Stachelhalsbandes außerhalb des Vorführplatzes". Eigentlich ein sehr interessantes und wichtiges Thema für jeden Prüfungsteilnehmer (nicht nur auf überregionaler Ebene!!!!).


Zu dem Thema wurde ein Leserbrief von Herrn Helmut Buß im Schäferhund-Magazin veröffentlicht!!!!  Für diejenigen, die das Schäferhund-Magazin nicht beziehen, haben wir den Leserbrief  H I E R  veröffentlicht.


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Dieses Urteil erreichte uns am 18.02.2008:

   Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V. - Verbandsgericht Nord

-     -     -     -     -     -   -     -     -     U R T E I L     -     -     -     -     -     -     -     -   -

In dem Vereinsordnungsverfahren
des Herrn Frank Bredefeld, Neuenkirchener Str. 38, 49565 Bramsche - Kläger
gegen den Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) e. V. - Beklagter

hat das Verbandsgericht Nord (VGN) in der Besetzung mit Gerhardt Gattner, Vorsitzender des Verbandsgerichts Nord, Andreas Piepgras, Beisitzer des Verbandsgerichts Nord und Peter Langheinrich, Beisitzer des Verbandsgerichts Nord, im schriftlichen Verfahren am 14.02.2008 folgendes

-     -     -     -     -     -     -   -     -     U R T E I L     -     -     -     -     -     -     -     -   -

erlassen:
I.
1. Der Bescheid des Rechtsamtes vom 02.07.2007 wird aufgehoben.
2. Die Disqualifikation des Klägers vom 15.04.2007 wird für ungültig erklärt.
3. Der Beklagte trägt die Kosten des Verfahrens.
4. Der Ausgang dieses Verfahrens ist seinem wesentlichen Inhalt nach in der SV-Zeitschrift zum nächst möglichen Zeitpunkt zu veröffentlichen.


II. Sachverhalt:
1. Am 14./15.04.2007 fand in Rhede / Ems die FCI-LG-Prüfung statt. Einer der Prüfungsteilnehmer war der Kläger mit seinem Rüden "Arco vom Haus Lohre". Der Leistungsrichter in Abteilung B war Aaldert L. Strijk.
Am 15.04.2007 gegen 9.50 Uhr sollte der Kläger mit seinem Hund zur Vorführung der Unterordnung im Stadion antreten.
Als er aufgerufen wurde, befand er sich noch außerhalb des Platzes in der Nähe einer sog. Sprunggrube, ca. 30 m vom eigentlichen Vorführfeld entfernt.
Dort hatte er zuvor noch kurze Zeit mit seinem Hund, dem ein Dressurhalsband (mit Stacheln) umgebunden war, trainiert, ohne dass hierauf von offizieller Seite Anstoß genommen worden wäre.
Als der Kläger von dem amtierenden Leistungsrichter selbst per Zuruf aufgefordert wurde, zur Vorführung zu erscheinen, entfernte er das Dressurhalsband von seinem Hund, legte es an Ort und Stelle auf dem Boden ab und übergab seinem Sohn noch einen Ball, mit dem er zuvor seinen Hund zur freudigen Arbeit motiviert hatte.
Dann begab er sich unverzüglich in Richtung Leistungsrichter.
Dieser forderte den Kläger auf, das - abgelegte - Dressurhalsband mitzubringen.
Dieser Bitte entsprach der Kläger.
Er ging - ohne Hund - zum "Wartebereich" zurück, holte das Halsband und zeigte es dem Leistungsrichter.
Ohne dass zu irgendeinem Zeitpunkt eine Anweisung zur Entfernung des Dressurhalsbandes ausgesprochen worden wäre, sprach der Leistungsrichter jetzt öffentlich die "Disqualifikation wegen Stachel" aus und ließ seine Entscheidung von dem Prüfungsleiter über Mikrofon ein weiteres Mal bekannt geben.
Im Leistungsheft blieben die bis zu diesem Punkt erzielten Punkte für die Abteilungen A (80) und C (96) notiert mit dem Vermerk "Disq. wg. Unsportlichkeit", abgezeichnet von Aaldert Strijk als Leistungsrichter.
2. Am 16.04.2007 legte der Kläger über den Prüfungsleiter der FCI-LG-Prüfung, Jürgen Schülzke, Beschwerde gegen die Disqualifikationsentscheidung vom Vortag ein. Mit einem Schreiben vom 19.04.2007, gerichtet an den Vereinsausbildungswart Diegel, begründete der Kläger sein Rechtsmittel mit dem Ziel, dass die Disqualifikation aufgehoben werde und er als Hundeführer erneut Gelegenheit zur Vorführung seines Hundes in Abteilung B erhalte.
Mit Schreiben vom 02.07.2007 teilte das Rechtsamt dem Kläger mit, dass - nach Einholen einer Stellungnahme von dem Vereinsausbildungswart Diegel - ein Verfahren gegen Aaldert L. Strijk wegen Verstoßes gegen die Prüfungsordnung nicht eingeleitet werde, weil sich der Betroffene nicht falsch verhalten habe.
3. Am 24.08.2007 reichte der Kläger bei dem VGN Klage gegen den Bescheid des Rechtsamtes vom 02.07.2007 ein und begründete diese sogleich.
Mit Schreiben vom 28.09.2007 und dann noch einmal am 19.11.2007 wiederholte das Rechtsamt seine bisherige Auffassung.
Aaldert L. Strijk erhielt ebenfalls die Gelegenheit zur Stellungnahme, die er am 02.10.2007 nutzte.
Auf Bitte des LG-Ausbildungswartes der LG 4 ("Waterkant"), Heinz Gerdes, gab der Prüfungsleiter der vorerwähnten Veranstaltung eine Darstellung zum Sachverhalt ab, die im wesentlichen der des Klägers entsprach.

Es folgten im weiteren Verlauf des Verbandsgerichtsverfahrens weitere Stellungnahmen des Klägers vom 03.12.2007, des LG-Ausbildungswartes vom 07.12.2007 und des Rechtsamtes vom 04.01.2008 mit konträren Standpunkten zur Rechtmäßigkeit der Disqualifikationsentscheidung vom 15.04.2007.


III. Entscheidungsgründe:
Es ist schon sehr zweifelhaft, ob das Rechtsamt über die Beschwerde des Klägers entscheiden durfte.
Denn gemäß der SV-PO, Allgemeiner Teil, S.4.i.V.Nr.12 des Leistungsrichter- Leitfadens ist die Entscheidung über die Beschwerde, sofern sie - wie hier - nicht eine Tatsachenentscheidung angreift, von dem zuständigen Gremium der AZG-MV zu treffen. Das ist nicht geschehen.
Unabhängig davon hat im vorliegenden Fall aber auch kein Grund zur Disqualifikation vorgelegen.
Denn der Kläger hat das Dressurhalsband zwar "während der Prüfung"
(bei mehrtägigen Veranstaltungen wird bei lebensnaher Auslegung des Wortes "Prüfung" davon auszugehen sein, dass an jedem Veranstaltungstag die "Prüfung" bei dem ersten Aufruf zum Start neu beginnt und mit der Bewertung des zuletzt vorgeführten Hundes oder - am letzten Tag - mit der Siegerehrung endet),
aber "nicht in einer Abteilung" eingesetzt, worauf es nach I. Nr. 12 des Leistungsrichter-Leitfadens ankommt.
Vorgenannte Vorschrift ist als Auslegungshilfe zu den Ausführungen auf S.3, 4, der SV-PO zu verstehen, in denen es - was sich aus dem Zusammenhang ergibt - um Regelverstöße bei der "Arbeit des Hundes", also während der Vorführung geht.
Unstreitig hat der Kläger am 15.04.2007 das Stachelhalsband benutzt, als er sich noch etwa 30 m von dem Vorführplatz entfernt befand und auf seinen Auftritt wartete.
Unaufgefordert hat er das Stachelhalsband entfernt, als er mit den Unterordnungs-
übungen beginnen wollte (und sollte). "In der Abteilung" (Unterordnung) befand er sich zunächst also noch nicht.
Hinzu kommt folgendes: Nach den vorgenannten Bestimmungen des Leistungsrichter-Leitfadens hätte der Leistungsrichter selbst dann noch keine Disqualifikation gegen den Kläger aussprechen dürfen, wenn dieser mit einem sichtbaren Ausbildungshalsband den eigentlichen Stadionplatz betreten hätte.
Nur bei dem Verdacht eines "Betruges" - bei verdeckten Stacheln am Halsband - hätte der Leistungsrichter den Kläger disqualifizieren können (und müssen).
So lag der Fall hier aber unstreitig nicht.
Es bleibt auch offen, wie der Leistungsrichter die von ihm (unzulässigerweise) ausgesprochene "Disqualifikation" wirklich gemeint hat.
Denn seine Wortwahl wechselt: Zunächst spricht er von Disqualifikation "wegen Stachel", später (im Leistungsheft) von Disqualifikation "wegen Unsportlichkeit", allerdings ohne zugleich die von dem Kläger bereits in den Abteilungen A und C erlangten Punkte zu streichen, was nach I. Nr. 12 des Leistungsrichter-Leitfadens eine zwingende Folge einer Disqualifikation ist. Es könnte der Eindruck entstehen, als habe der Leistungsrichter den Kläger doch nicht wirklich - mit allen Konsequenzen - disqualifizieren wollen.


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Und hier der vorhergehende Schriftverkehr:

                                                                                              

                                                                                        16.04.2007 
Rechtsamt des SV
Steinerne Furt 71
86167 Augsburg

 
Beschwerde gemäß PO, Seite 9f, Disziplinarrecht, über einen Regelverstoß des Leistungsrichters A. Strijk im Rahmen seiner Amtsausübung als Leistungsrichter auf der FCI-Ausscheidungsprüfung der LG-Waterkant am 15.04.2007 in der OG Rhede

 
Sehr geehrter Herr Schülzke,

ich habe an der o.g. Veranstaltung teilgenommen und bin nach der erfolgreichen Absolvierung von Fährte und Schutzdienst vor Beginn der Unterordnung vom zuständigen Leistungsrichter A. Strijk disqualifiziert worden.

Als Begründung wurde vom Leistungsrichter über Lautsprecher bekannt gegeben:

„Disqualifikation wegen Stachelhalsband!“

(Dieser Wortlaut wurde auch auf der Homepage der LG-Schriftwartin veröffentlicht: www.wusv.info, siehe Anlage)

Ich kenne die Beschlusslage des SV aus der SV-Zeitung 7/2006, S. 404, mit folgendem Wortlaut:

„Mit großer Mehrheit beschlossen die Delegierten, ein Verbot von Elektroreizgeräten und ähnlichen Ausrüstungsgegenständen auf allen SV-Veranstaltungen.“

Ein anderer Beschluß ist mir nicht bekannt.

Ich hatte das im Handel käuflich zu erwerbende Dressurhalsband im Wartebereich hinter der Sprunggrube noch angelegt um absichern zu können, dass mein Hund seinen Ball vor dem Betreten des Vorführplatzes auch abgeben würde.

Diese Vorbereitung haben zahlreiche Führer auf der gleichen Veranstaltung ebenfalls absolviert und diese wurden dafür auch nicht disqualifiziert.

Ich bin auch der Meinung, dass durch den o.g. Beschluss diese Disqualifizierung nicht abgedeckt ist bzw. sie in meinem Fall zu Unrecht erfolgte.

Ich lege diese Beschwerde aus Gründen der Fristwahrung (8 Tage) ein, da ich befürchte, dass der amtierende LR nicht die im Disziplinarrecht (PO S. 9) vorgesehene Meldung abgeben wird und in diesem Fall die Angelegenheit dann abgeschlossen wäre.

Die Eintragung im Leistungsheft lautet:

„Disqualifiziert wegen Unsportlichkeit“
 
Ich erlaube mir schon an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass diese Eintragung mit der über den Lautsprecher abgegebenen Begründung nicht identisch ist.

Ich bitte Sie zur Vermeidung eines formalen Fehlers vor der Weiterleitung – vermutlich an das Rechtsamt des SV – die Unterschrift des 1. Vorsitzenden Ihrer OG einzuholen. Vielen Dank!

Hochachtungsvoll,
Frank Bredefeld

  
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                                                                                                           19.04.2007

An den Vereinsausbildungswart
Herrn
Günther Diegel
z.Z. in der HG in Augsburg

 
Stellungnahme zu der ausgesprochenen Disqualifikation im Rahmen der LG-FCI-Qualifikation der LG Waterkant am 15.04.2007

 
Sehr geehrter Herr Diegel,

wie heute telefonisch mit Ihnen besprochen, übersende ich nachfolgend meine Schilderung der Situation im Vorfeld der Disqualifikation:

Auf dem Platz wurde eine Dreiergruppe (Losnummern 1, 2 und 4) durch den Leistungsrichter Strijk besprochen.

Ich hatte die Losnummer 6 gezogen und befand mich mit meinem Hund zusammen mit der Hundeführerin, die die Losnummer 5 gezogen hatte, und deren Hund im Warte-/Vorbereitungsbereich (siehe auch beiliegende Skizze).

Am Hals meines Hundes befand sich neben dem Gliederhalsband ein im Handel zu erwerbendes Dressurhalsband.

Als abzusehen war, dass ich in Kürze zur Ableistung der Unterordnung aufgerufen werden würde, begann ich mit der Vorbereitung meines Hundes, indem ich ihm – wie beim Üben auch immer – auf sein Fordern und seine gezeigte Aufmerksamkeit hin den Ball übergab.

Diesen Ball und auch das Dressurhalsband nahm ich ihm sofort wieder ab und wollte sodann eigentlich warten, bis die Starterin mit der Losnummer 5, die vor mir mit dem Vorführen an der Reihe war, auf den Platz ging, um ihr in angemessenem Abstand zu folgen.

Bis zu diesem Zeitpunkt standen wir beide noch im Wartebereich.

Wichtig zu erwähnen wäre hier auch noch, dass sich zu diesem Zeitpunkt in diesem Wartebereich insgesamt 4 Personen aufgehalten haben:

1.     die HF mit der Losnummer 5
2.     2. deren Ehemann
3.     meine Ehefrau (die mir den Ball und das Dressurhalsband vor dem Betreten des Vorführplatzes abnehmen sollte)
4.     mein 11jähriger Sohn Marc
5.     meine Person

Ich bin zuvor von keiner Person aufgefordert worden, das Dressurhalsband abzunehmen oder den Ball nicht einzusetzen.

Auch bei der Auslosung/Hundeführerbesprechung zu Beginn der Veranstaltung ist kein Wort über die Vorbereitungssituation gefallen oder etwa gar ausgeführt worden, dass zur Vorbereitung im Wartebereich oder sonst wo ein Verbot zum Tragen des Dressurhalsbandes oder der Motivation durch einen Ball bestehen würde.

Mit der Meldebestätigung ist mir ein etwaiges Verbot ebenfalls nicht mitgeteilt worden.

Noch im Wartebereich stehend, merkte ich, dass der LR mich persönlich offenbar meinte, indem er „Hallo“ rief. Sofort legte ich das Dressurhalsband nach hinten auf den Boden und gab meinem Sohn Marc den Ball. Nun begab ich mich mit meinem Hund auf den etwas 30 m langen Weg zum Leistungsrichter, der in Höhe der Torlinie (Platzbegrenzung) stand. Auf halbem Weg schrie er: „Nein, nein, nein, Stachel mitbringen!“

Ich fragte: „Warum?“

Der LR sagte: „Disqualifikation wegen Stachel“

Ich ließ den Hund absitzen, holte das Dressurhalsband, ging ohne Hund zum LR und zeigte ihm das Dressurhalsband, um zu zeigen, dass es ein handelsübliches Dressurhalsband war. Der LR ging ans Mikrofon und sagte: „Disqualifikation wegen Stachel.“

Anschließend wiederholte der PL über Mikrofon: „HF Frank Bredefeld disqualifiziert wegen Stachel.“

Von einem Disqualifikationsgrund, dass ich das Dressurhalsband auf Anweisung nicht entfernt habe, war in dieser Situation in keiner Weise die Rede.

Hierfür muß es Hunderte von Zeugen geben!

Vollkommen entsetzt über den Willkürakt des LR suchte ich sofort eine Besprechung mit dem Landesgruppenausbildungswart Herrn Gerdes, der zu diesem Zeitpunkt des Geschehens nicht in Sichtweite war, sowie mit dem bereits in Sichtweite befindlichen LR für den Schutzdienst, Herrn Schmale.

Herr Gerdes erklärte nach seinem Eintreffen, dass es einen Beschluss der Bundesversammlung gäbe, wonach das Tragen eines Dressurhalsbandes auch im Umfeld des Vorführplatzes verboten sei.

Er habe den Beschluss nicht zur Hand, würde mir diesen jedoch unmittelbar zufaxen. Das ist bis heute nicht geschehen!

Ich entgegnete, dass nach meinem Wissensstand durch einen Beschluss der MV nur Elektroreizgeräte oder ähnliche Gegenstände auf der gesamten Veranstaltung verboten seien.

Dieses wurde von Herrn Gerdes in Abrede gestellt und behauptet, auch Stachelhalsbänder seien im Umfeld des Platzes verboten.

In der ganzen Diskussion ging es einzig und allein darum, ob das Tragen des Dressurhalsbandes verboten ist oder nicht bzw. ob das Tragen des Dressurhalsbandes einen Disqualifikationsgrund darstellt oder nicht.

Es ging mit keiner Silbe darum, dass ich eine Anweisung zum Entfernen des Dressurhalsbandes nicht beachtet hätte.

Wäre die Nicht-Beachtung einer Anweisung zum Entfernen der Disqualifikationsgrund gewesen, so wäre doch genau darüber gesprochen worden.

Auch auf der Internetseite der LG-Presse- und Schriftwartin Bandel ist als Grund für die Disqualifikation direkt veröffentlicht worden: „Bredefeld disqualifiziert wg. Stachel“. Es ist nicht etwas veröffentlicht worden, ich hätte eine LR-Anweisung nicht beachtet (siehe beiliegende Kopie der Internetseite, Stand Sonntagmittag, 15.04.07).

Am späten Abend des selben Tages war dieser Disqualifikationsgrund auf der Internetseite gestrichen und ersetzt durch die Eintragung: „Disqualifikation B!“

Tatsächlich ins Leistungsheft wurde eingetragen „Disqualifikation wg. Unsportlichkeit“

Wäre dieses tatsächlich der Grund gewesen, hätten die Punkte nicht ins Leistungsheft eingetragen werden dürfen.

Es soll wohl im Nachhinein zum Nachteil des HF und zur Ehrenrettung des Leistungsrichters Strijk der Regelverstoß bzw. die Falschauslegung des BV-Beschlusses vertuscht werden und ein Disqualifikationsgrund konstruiert werden, der erfolgsversprechender einer etwaigen Beschwerde standhält.

Zum Glück gibt es für die Wahrheit in diesem Falle viele Zeugen!

Mittlerweise ist dieser Vorgang natürlich Gegenstand der Diskussion in einigen Schäferhundforen und glücklicherweise melden sich auch dort immer mehr Augen- und Ohrenzeugen, die das Procedere sowie insbesondere der Veröffentlichung des Disqualifikationsgrundes „Disqualifikation wg. Stachelhalsband“ über Lautsprecher gehört haben.

Ich wünsche mir, dass die Disqualifikation aufgehoben wird und ich erneut die Gelegenheit zur Vorführung meines Hundes in der Unterordnung erhalte – vorzugsweise in Ihrem Beisein, Herr Diegel!

Mit freundlichen Grüßen,
Frank Bredefeld

  
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Nachdem wir über zwei Monte keine Stellungnahme vom SV erhalten hatten, riefen wir mehrmals dort an, um festzustellen, ob dies die üblichen Wartezeiten sind. Vom SV erhielten wir dann die Antwort, dass das nicht der übliche Vorgang wäre und dass man sich noch einmal um ein Ergebnis kümmern würde. Die Antwort auf unser Schreiben vom 16.04.2007 kam dann am 02.07.2007:
                                                                                              

                                                                                                           02.07.2007

 
Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V. ./. Strijk Aaldert L. wegen Verstoß gegen die Prüfungsordnung

 
Sehr geehrter Herr Bredefeld,

in obiger Angelegenheit wurde Ihre Anzeige vom 16.04.2007 an das Rechtsamt zur Bearbeitung weitergeleitet.

Der Vorgang wurde dem zuständigen Bundesausbildungswart Herrn Diegel zur Beurteilung vorgelegt. Die Überprüfung durch Herrn Diegel hat ergeben, dass der Leistungsrichter Herr Strijk sich korrekt verhalten hat. Aus dem allgemeinen Teil der Prüfungsordnung unter der Überschrift „Prüfungsteilnehmer“ ergibt sich, dass die Hunde während der Prüfung ständig ein einfaches einreihiges, locker anliegendes Kettenhalsband, welches nicht auf Zug eingestellt ist, tragen müssen. Andere zusätzliche Halsbänder sind während der gesamten Zeit der Prüfung nicht erlaubt.

Ein Fehlverhalten des Herrn Strijk ist damit nicht gegeben und ein Verfahren wird nicht eingeleitet.

Mit freundlichen Grüßen,
Corinna Remmele
Leiterin des Rechtsamtes


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                                                                                                           24.07.2007

Verbandsgericht Nord
Herrn
Gerhardt Gattner
Gerhart-Hauptmann-Str. 7
31249 Hohenhameln

 
Klage gegen den Bescheid des Rechtsamtes vom 02.07.2007
SV ./. Strijk wegen Verstoßes gegen die PO


Sehr geehrter Herr Gattner,

gegen den Bescheid des Rechtsamtes vom 02.07.2007 (Anlage 1) reiche ich hiermit gemäß RVO § 11, Absatz (4), Satz 3, Klage bei dem für mich zuständigen Verbandsgericht ein. 

Die Klage erfolgt

a)  aus formalen 

und

b)  sachlichen Gründen.

Zu a)

In der PO ist der Beschwerdeweg auf den Seiten 3 und 4 unter der Überschrift
„Leistungsrichter“ geregelt. Diesen Beschwerdeweg habe ich eingehalten.

Der SV hat sich jedoch über den Satz

„ Die Entscheidung über eine Beschwerde trifft das zuständige Gremium des AZG-MV“

hinweggesetzt.

In dem Bescheid des Rechtsamtes vom 02.07.2007 ist eindeutig ausgeführt, dass Herr Diegel als Bundesausbildungswart den Vorgang überprüft hat. Die Überprüfung durch Herrn Diegel habe ergeben, dass Herr Strijk sich korrekt verhalten habe.

Meiner Auffassung nach kann der Vereinsausbildungswart nicht „das zuständige Gremium“ sein, das die PO vorgibt.

Konsequenterweise ist der Bescheid deshalb nicht relevant und für ungültig zu erklären.

Anlage 2: Seiten 3 und 4 der PO

Die Disqualifikation war unzulässig, weil im Richterleitfaden eindeutig vorgegeben ist, wie selbst in Fällen von aufkommendem Verdacht der Manipulation zu verfahren ist: 

"Der Leistungsrichter kann einen Halsbandwechsel fordern. Dieses hat jedoch vor dem Beginn der jeweiligen Abteilung zu erfolgen."

Im vorliegenden Fall war jedoch eindeutig kein Verdacht der Manipulation aufgekommen, sondern lediglich die Tatsache, dass ich dem Hund im Wartebereich noch ein Dressurhalsband angelegt hatte und der Richter auf diese Tatsache nur dadurch aufmerksam wurde, weil er sehen konnte, dass ich das Halsband abgenommen habe.

Der Verdacht einer Betrugsabsicht kann hier ohnehin nicht greifen, weil ich das Dressurhalsband vor dem Betreten des Prüfungsgeländes und dem Beginn der Abteilung auf eigene Veranlassung abgelegt habe.

Anlage 3 Leistungsrichterleitfaden, 12. Seite 7

Zu b)

In der PO ist zwar auf der Seite 4 erwähnt, dass der Hund auch ständig ein einfaches, einreihiges, locker anliegendes Kettenhalsband, welches nicht auf Zug eingestellt ist, tragen muss.

Andere zusätzliche Halsbänder wie z. B. Lederhalsbänder, Zeckenhalsbänder u. ä. sind während der Prüfung nicht erlaubt.

Anlage 2 der PO

Meiner Auffassung nach kann sich diese Regelung zulässigerweise jedoch nur auf die in der PO vorgegebenen Abteilungen beziehen.

Eine Prüfung besteht aus 3 Abteilungen sowie der Unbefangenheitsprobe und der Siegerehrung. Zwischen den Abteilungen und den anderen genannten Elementen gilt das Tierschutzgesetz. Man denke dabei nicht nur an eintägige Prüfungen und die Zeit zwischen den Abteilungen, sondern insbesondere auch an mehrtägige Prüfungen – wie auch hier im vorliegenden Fall.

Um diese Auffassung zu belegen, werden im Folgenden einige Stellen aus der PO und dem Leistungsrichterleitfaden zitiert:

„Bei Prüfungsbeginn hat sich jeder Teilnehmer nach Aufruf in sportlicher Haltung mit angeleintem bzw. frei bei Fuß sitzendem Hund unter Nennung seines Namens und des Namens seines Hundes dem amtierenden Leistungsrichter zu melden.“

Anlage 2 der PO, Seite 4:

Zu dieser Situation kam es jedoch auf dieser Veranstaltung für mich nicht, weil es am 2. Prüfungstag unmittelbar vor dem Aufruf zur Abteilung B, als meine Partnerin für den Unterordnungsteil und ich uns noch im Wartebereich vor dem Prüfungsgelände befanden, zur Disqualifikation kam, weil ich dort das handelsübliche Dressurhalsband selbstverständlich und auf eigene Veranlassung vom Hals meines Hundes entfernte.

Die Abteilungen A und C habe ich bereits am Samstag abgelegt, somit begann die Prüfung für mich am 2. Tag mit der letzten Abteilung B.

„Der Leistungsrichter sollte daher sein Augenmerk in allen Abteilungen, insbesondere auch auf die Halsbandpflicht (handelsübliches Gliederhalsband, einreihig) richten.

„Der Hundeführer hat bei allen Prüfungsstufen in allen Abteilungen (z.B. Freifolge, Schutzdienst) die Führleine mitzuführen

Anlage 3 Leistungsrichterleitfaden, Seite 7, Nr. 12 

Meiner Ansicht nach sind diese Quellenangaben ausreichend, um zu belegen, dass die PO nur die Arbeit in den einzelnen Abteilungen regelt, ansonsten wären die ständigen Hinweise auf eben diese Abteilungen überflüssig.

In meinem Fall kommt aber durch den mir zugelosten Ablauf über die zweitägige Veranstaltung noch erschwerend hinzu, dass durch die nächtliche Unterbrechung „die gesamte Prüfung“ erst wieder mit der Meldung zur Unterordnung begonnen hätte. Eine andere Interpretation wäre abenteuerlich, denn es wird sicherlich niemand behaupten wollen, dass die Prüfung sich auch über die abendliche bzw. nächtliche Pause hinweg erstreckt.

Wenn man sich jedoch hier in einen Interpretationsbereich begeben möchte, muss mein Einwand berücksichtigt werden, der darin besteht, dass die Zeit zwischen den Abteilungen in der PO eineindeutig nicht geregelt ist und auch ernsthaft nicht durch die Formulierung „während der gesamten Prüfung“ abgedeckt ist, denn dann dürfte ich meinen Hund zwischen den Tagen auch nicht füttern.

Falls es das Ziel der dort am Prüfungstage Handelnden oder der für den Verein mit dem Beschwerdegang befassten Funktionäre sein sollte, mich persönlch aus mir unbekannten Gründen zu disziplinieren, bitte ich hiermit, sich ein anderes Schlachtfeld zu suchen.

Ich kündige hiermit auch an dieser Stelle an, das ich einen Vereinsgerichtsbeschluss, der die Richtigkeit der Disqualifikation bestätigt, auch von einem ordentlichen Gericht überprüfen lassen würde.

Ich werfe auch an dieser Stelle die Frage auf, weshalb vor dem Hintergrund meines vermeintlichen Verstoßes gegen die PO die im Disziplinarrecht geforderte Meldung durch den Leistungsrichter Strijk nicht erfolgt ist.

Anlage 4 PO, Seite 9, Disziplinarrecht

Ich würde für die Zukunft dem Verein empfehlen, PO-Vorschriften zu erlassen, die für die Mitglieder eindeutig sind und sie nicht in ihrem Sport beeinträchtigen.

Den bisherigen Schriftwechsel füge ich geheftet als Anlage 5 bei.

Ich beantrage die Aufhebung des o. g. Bescheides mit dem Ziel, dass meine Disqualifikation öffentlich im Vereinsorgan SV-Zeitung für unzulässig erklärt wird.

Mit freundlichem Gruß,
Frank Bredefeld


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Mit Schreiben vom 02.07.2007 hatte das Rechtsamt in Augsburg ja bekanntlich die Einleitung eines Verfahrens zunächst abgelehnt.

Nachdem sich das Verbandsgericht Nord in der Zwischenzeit einen ersten Überblick in der Sache verschafft hat, ist jetzt aber vom Verbandsgericht Nord entschieden worden, das Verfahren durchzuführen.

Der darauf folgende weitere Schriftverkehr kann hier nachgelesen werden:


03. Dezember 2007
Verbandsgericht Nord
Herrn
Gerhardt Gattner
Gerhard-Hauptmann-Str. 7
31249 Hohenhameln

 

Widerspruchsverfahren Bredefeld ./. Verein für Deutsche Schäferhunde (Rechtsamt) - AZ.: VGN 3/2007-11-14

 
Sehr geehrter Herr Gattner,

auf die „Klageerwiderung“ (eine dreizeilige E-Mail.......) des Rechtsamtes vom 28.09.2007, wird hiermit wie folgt Stellung genommen:

Eines vorweg: Die äußerst dürftige Art und Weise wie das Rechtsamt auf die Klage erwidert hat, grenzt für mich nahezu an einem Affront, ja einer Missachtung gegenüber dem Verfahren, dem Gericht und dem Antragsteller und zeigt mir mal wieder eindeutig, wie „ernst“ die Ausführungen und die Interessen einfacher Mitglieder genommen werden.

Die gemachten Schilderungen und Ausführungen wurden in keinster Weise gewürdigt und es wird ganz einfach überhaupt nicht für nötig gehalten, hierauf einzugehen.

I.
Zu Nr. 1 :
In der PO ist der Beschwerdeweg auf den Seiten 3 und 4 unter der Überschrift „Leistungsrichter“ geregelt. Diesen Beschwerdeweg habe ich eingehalten. Der SV hat sich jedoch über den Satz:

„Die Entscheidung über eine Beschwerde trifft das zuständige Gremium des AZG-MV“ hinweggesetzt.

Lediglich und ganz allein Herr Diegel hat den Vorgang überprüft.

Der SV mag doch in diesem Verfahren einmal erklären, wer denn als zuständiges Gremium des Vereins eingesetzt wurde (und natürlich: durch wen und wodurch wurde es eingesetzt?).

Ist dieses in der PO geforderte Gremium überhaupt je vom Verein benannt worden ????

Zu Nr. 2 :
Der amtierende Richter Herr Strijk hat hier in keinster Weise korrekt gehandelt. Er hat den getroffenen Beschluss der Bundesversammlung (Verbot des Tragens von Elektroreizgeräten) hier fälschlicherweise auf das Tragen eines handelsüblichen Dressurhalsbandes angewandt.

II.
Zu dem Schreiben des Vereinsausbildungswartes Herrn Diegel vom
28. Juni 2007 wird wie folgt Stellung genommen:

Herr Diegel bringt es in dem fünften Absatz seines Schreibens geradezu auf den Punkt:   „........Der LR sollte daher sein Augenmerk in allen Abteilungen insbesondere auch auf die Halsbandpflicht richten.......“

Er schreibt hier ganz zurecht: in allen Abteilungen und diese Abteilung - hier in meinem Falle die Abt. B - hätte nach dem Aufruf erst mit dem Betreten des Vorführgeländes und der anschließenden Meldung beim Richter begonnen!   Zuvor hatte ich allerdings selbstverständlich das Dressurhalsband abgenommen. 

Der Prüfungsablauf hätte für mich am Sonntag wieder mit Beginn der Abt. B (Betreten des Vorführgeländes und Meldung beim Richter) begonnen, wozu es jedoch leider durch diesen reinen Willkürakt des amtierenden Richters nicht gekommen ist.

III.
Zu dem Schreiben des Leistungsrichters Strijk vom 25. April 2007 wird wie folgt Stellung genommen:

Herr Strijk stellt die Situation hier in entscheidenden Dingen unrichtig dar!

Außerdem mag und muß sich Herr Strijk in diesem Verfahren doch nun endlich einmal entscheiden, weswegen er mich denn nun wirklich disqualifiziert haben will: Wegen des außerhalb des Vorführgeländes getragenen handelsüblichen Dressurhalsbandes? Diesen Grund jedenfalls hat er über Lautsprecheranlage so bekannt gegeben.

Oder aufgrund des unrichtigen und m. E. geradezu lächerlichen Vorwurfes: ich wäre auf seine Aufforderung hin nicht zur Unterordnung erschienen?

Es drängt sich mir hier mittlerweile immer mehr der Verdacht auf, dass im nachhinein, nachdem durch die Verantwortlichen „im stillen Kämmerlein“ über den Vorgang beraten wurde, ein anderer einer gerichtlichen Überprüfung vielleicht vielversprechender standhaltender Disqualifikationsgrund konstruiert wurde, weil man doch wohl feststellen musste, dass das zunächst zitierte Verbot nur für das Tragen eines E-Gerätes gilt.......

In diesem Zusammenhang muss man sich zum noch besseren Verständnis ja auch wirklich einmal folgende Frage stellen:

Wenn das Tragen jeglicher Halsbänder (außer des einfachen Kettenhalsbandes) während der gesamten Zeit der Prüfung (also auch außerhalb der jeweiligen Abteilungen) durch die PO verboten wäre: Warum und wozu hat es dann überhaupt diesen Beschluss der Bundesversammlung zum Verbot des Tragens eines Elektrogerätehalsbandes gegeben??????

Dieser Beschluss wäre dann doch vollkommen entbehrlich und überflüssig gewesen, denn ein Verbot und eine etwaige Disqualifikation eines dagegen verstoßenden Hundeführers, wäre dann doch alleine durch die Regelungen der PO möglich gewesen.

Sollte das Gericht jedoch dem m. E. im nachhinein konstruierten Disqualifikationsgrund: „ich wäre trotz Aufforderung nicht zur Unterordnung erschienen“ in irgendeiner Art folgen können, so kann auch dieser Vorwurf  entkräftet werden:

Das Geschehen unmittelbar vor der Disqualifikation spielte sich nämlich genau so ab, wie ich es ja auch schon in meiner Schilderung (mein Schreiben vom 19.04.2007) an Herrn Diegel beschrieben habe.

Weder ich (Losnummer 6), noch meine Partnerin für die Unterordnung, die Hundeführerin mit der Losnummer 5, sind zur Unterordnung aufgerufen worden. Es hat insbesondere definitiv keinen für jeden unmissverständlichen Aufruf über die vorhandene und zuvor auch immer genutzte Lautsprecheranlage gegeben.

Dies ist auch unstreitig dadurch bewiesen, dass sich bis zu diesem Zeitpunkt die Hundeführerin mit der Losnummer 5 (welche vor mir mit der Vorführung der Unterordnung an der Reihe gewesen wäre) mit ihrem Hund ebenfalls noch in meiner Höhe neben mir im Wartebereich befunden und aufgehalten hat und ebenfalls noch auf den Aufruf zur Unterordnung wartete.

Wir befanden uns bis zu diesem Zeitpunkt also beide noch in Warteposition und ich wäre ihr nach einem Aufruf in angemessenem Abstand auf dem Weg zur Meldung beim Richter gefolgt.

Der Vorwurf: ich wäre trotz seiner Aufforderung nicht zur Unterordnung erschienen ist somit völlig haltlos, aus der Luft gegriffen und schlichtweg unwahr !!!


IV.
Aus einem weiteren Grund ist die ausgesprochene Disqualifikation formal unrichtig und aus diesem Grunde nicht haltbar:

Bei dem in die Leistungsunterlagen meines Hundes eingetragenen Disqualifikationsgrund: “Disq. wg. Unsportlichkeit“ hätten richtigerweise alle bis dahin vergebenen Punkte (auch die Punkte der anderen Abteilungen) aberkannt werden müssen. In diesem Falle sind laut PO in den Leistungsunterlagen weder Noten (Qualifikationen) noch Punkte einzutragen.

Tatsächlich wurden aber die von mir erzielten 80 P. in der Abt. A und 96 P. in  Abt. C eingetragen, wodurch wiederum ein klarer, weiterer Regelverstoß gegen die Bestimmungen der PO begangen wurde.

V.
Schlussendlich stellt sich mir auch noch die Frage, warum ich nicht die Möglichkeit einer weiteren Prüfungsteilnahme unter dem Vorbehalt der Prüfung einer nachträglichen Disqualifikation erhalten habe.

In der Vergangenheit ist in mindestens einem Präzedenzfall durch den Vereinsausbildungswart Herrn Diegel ein derartiges Vorgehen so entschieden worden. In diesem Falle war die ebenfalls zunächst ausgesprochene Disqualifikation eines Teilnehmers, wegen des Tragens eines Elektroreizgerätes/Attrappe, unter Vorbehalt aufgehoben worden und der Betreffende hat an der Bundessiegerprüfung teilnehmen und seinen Hund vorführen dürfen. Es handelte sich hier um den Hundeführer Nico Kertzinger mit seinem Hund Justin vom Pendel Bach, der auch nachträglich nicht disqualifiziert wurde. An diesem Fall war der Landesgruppenausbildungswart der Landesgruppe Waterkant, Herr Heinz Gerdes, ebenfalls unmittelbar beteiligt, da es sich um einen Teilnehmer aus seiner Landesgruppe handelte.

Warum ist hier in meinem Fall nicht zunächst auch so entschieden worden?

Aber Nein: auf der einen Seite ehrt der Verein mich ein gutes Jahr vorher mit dem goldenen Züchterabzeichen, bescheinigt mir hierin ein in jeder Hinsicht sportliches Verhalten und auf der anderen Seite wirft man mir bei der sportlichen Vorstellung meiner Zuchttiere vollkommen unbegründet und willkürlich Knüppel zwischen die Beine.

In der Hoffnung auf ein Urteil, welches die Gerechtigkeit wieder herstellt
verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Frank Bredefeld